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Streiflichter 5. Ausgabe - Damen

Wochenende 17./18. Februar 2024


Damen / Rein rechnerisch….: Eine an Spannung kaum zu überbietende Schlussphase bot das Heimspiel unserer Damenmannschaft gegen das Frauenteam des MTV Dänischenhagen am Sonntagnachmittag. 15:10 hatten unsere VfLerinnen, ihres Zeichens Tabellenletzter der Landesliga Süd, gegen das Spitzenteam aus dem Kreis Rendsburg-Eckernförde kurz nach der Halbzeit geführt. Fünf Tore Differenz waren es auch nach 36 Minuten beim 17:12 und vier Tore Vorsprung nach 45 Minuten beim 21:17. Die Sensation schien greifbar nahe. Danach kämpften sich die Gäste aus dem Kieler Umland aber heran. Fünf Angriffe weiter führten unsere VfL-Frauen nur noch mit 21:20, so dass sich unser Trainer Thomas gezwungen sah, eine Auszeit zu nehmen, um den Schwung des Gegners zu bremsen und das eigene Team neu einzustellen. Ina auf Linksaußen – sie hatte bis dahin nur auf der Bank gesessen ‒ Sabrina auf Rechtsaußen, Celina in der Mitte, Melo und Claudi auf den Halbpositionen und Nanni am Kreis sollten es in den letzten elf Minuten nun richten. Und es sah zunächst gut aus. Denn: Unmittelbar nach dem Timeout setzte sich Sabrina rechts mit einem Überzieher zwischen 1 und 2 durch und markierte das 22:20 (50.). Ihr sechster Treffer an diesem Nachmittag. Tristesse aber in den nächsten vier Angriffen; unsere Mädels blieben ohne Torerfolg. Glücklicher der MTV: Nach zwei Tempogegenstößen und einem Durchbruch gegen die Hand führten die Ostsee-Handballerinnen mit 22:23 (55.) – ihre erste Führung seit der 8. Minute. Sollten die so dringend benötigten Punkte nun doch noch verlorengehen? Nein. Das wollten unsere VfL-Frauen nicht zulassen. Vor allem Nanni wollte es nicht: Sie behauptete sich zweimal nacheinander am Kreis, besorgte selbst den Ausgleich zum 23:23 und holte im nächsten Angriff den Siebenmeter raus, den Ina sicher zum 24:23 einnetzte. Dann sogar das 25:23, nachdem ein langer Pass abgefangen werden konnte und Sabrina nach einem schulmäßig vorgetragenen Gegenangriff frei zum Wurf kam. Vielleicht der schönste Geesthachter Treffer in dieser Begegnung. Aber: Noch knapp vier Minuten zu spielen, mindestens noch drei/vier Angriffe für beide Mannschaften. Würden die zwei Tore Vorsprung reichen? Angriff Dänischenhagen, Linksaußen frei, Aufsetzer, kurzes Eck, 24:25. Gegenangriff Geesthacht, Claudia bricht halbrechts durch, Torhüterin hält. Schade, das wär’s vielleicht gewesen! Stattdessen die Chance zum Ausgleich für die Handballerinnen von der Kieler Förde. Wieder spielen sie ihre linke Außenspielerin frei, doch diese versucht es nun lang und hoch und..…. scheitert an Kerstin, unserer Torfrau. Die Krönung einer guten Leistung im Tor, laut umjubelt von den Zuschauern! Im Gegenzug dann die Entscheidung: Melo trifft mit einem Sprungwurf zum 26:24, ihr fünfter Torerfolg und ebenfalls die Krönung einer tollen Leistung unserer Nachwuchsspielerin, die seit dem Schwarzenbek-Spiel wie ausgewechselt scheint und immer mehr Verantwortung übernimmt. Zwar verkürzte Dänischenhagen im vorletzten Angriff noch auf 25:26 und hatte im letzten Angriff – nach einer Auszeit 23 Sekunden vor Schluss ‒ mit sieben Feldspielerinnen (empty goal) und einem vom Trainerteam angesagten Spielzug sogar noch die Chance auf den Ausgleich. Nanni, Ina, Melo & Co. stemmten sich aber mit Glück und Geschick gegen die Angriffswucht ihrer Gegnerinnen und ließen nur noch einen Freiwurf zu, der nach Ablauf der 60 Minuten ausgeführt werden musste. Jedoch: Ohne Erfolg, Kerstin fing den Ball und hielt ihn so lange fest, bis sie von ihren jubelnden Mitspielern förmlich erdrückt wurde. Super! Endlich der erste Heimsieg und endlich ein Sieg gegen ein Team aus der Spitzengruppe. Der Klassenerhalt ist jetzt greifbar, rein rechnerisch momentan nur noch einen weiteren Sieg entfernt. (hws, 20.2.2024)




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