Sommercamp 2025: Training, Zusammenhalt und Spaß
- internetseitegeest
- 19. Sept.
- 4 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 25. Sept.
Sommercamp 2025 der Handballabteilung. Gymnastikraum des VfL-Sportlerheimes an der Mercatorstraße. Vier Gruppen mit jungen Handballkids. Mädchen und Jungen gemischt, jeweils fünf/sechs Kinder in einer Gruppe und jeweils hintereinander in einer Reihe stehend. Auf der anderen Seite des Raumes, ca. 10 m entfernt, 32 Skatkarten, ausgebreitet über die gesamte Raumbreite, in einer Linie, mit dem Gesicht auf dem Boden liegend. Gruppe 1 hat die Aufgabe, nur die Karokarten einsammeln, Gruppe 2 darf nur die Pikkarten sammeln, drei nur die Herzkarten und vier nur die Kreuzkarten. Aber: Es darf abwechselnd immer nur ein Gruppenmitglied zu den Karten laufen, nur eine Karte umdrehen und die Farbe kontrollieren. Passt die Farbe nicht zur Gruppenfarbe, muss die Karte zurückgelegt werden. Stimmt die Farbe, darf die Karte mitgenommen werden. Das nächste Gruppenmitglied darf erst starten, wenn das vorherige Teammitglied die Startmarkierung passiert und den folgenden Starter freigeklatscht hat. Gewonnen hat die Gruppe, die zuerst die acht Karten gleicher Farbe eingesammelt hat.
Ein einfaches Spiel. Aber ein Spiel, das Schnelligkeit, Konzentration und Abstimmung erfordert. Konzentration - nicht nur, weil die Farben Karo, Pik, Herz und Kreuz gecheckt werden müssen, sondern auch, weil sich die Kids aus den vier Gruppen auf dem Weg zu den Karten und zurück begegnen und kreuzen. Und Abstimmung, weil jede Gruppe natürlich vermeiden möchte, Karten mit einer ‚Fehlfarbe‘ mehrfach umzudrehen.
Dass dieser kleine Wettkampf von den Kids lautstark begleitet, dass die Gruppenmitglieder angefeuert und die erfolgreichen Kartenaufdeckungen bejubelt wurden, kann man sich vorstellen. Wie bei fast jedem Spiel, jedem Wettkampf und auch bei jeder Trainingseinheit im diesjährigen Sommercamp der Handballabteilung kamen dabei Spaß und Gemeinschaft nicht zu kurz.
59 Jugendliche waren beim diesjährigen Sommercamp von Montag, dem 1. September, bis Freitag, dem 5. September, in der Zeit von jeweils 10.00 bis etwa 16.00 Uhr dabei. 59 junge Handballtalente aus unseren E-, D- und C-Jugendmannschaften. Eingeteilt in jeweils drei Gruppen wurden in der Halle Berliner Straße die Handballfähigkeiten gefestigt und erweitert, auf dem Beachhandballfeld in der Mercatorstraße Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit sowie Pässe und Trickwürfe trainiert und im Gymnastikraum Koordination und Kreativität gefördert. Gruppen, die am Vormittag in der Berliner Straße trainiert hatten, waren nachmittags in der Oberstadt aktiv und umgekehrt. Für die jüngeren Handballtalente standen in der Berliner Halle z.B. die Themen ″Pässe in die Bewegung″ und ″2gg.1-Situationen″ auf dem Programm; für die Älteren z.B. ″Sprungwurf in die Tiefe″ und ″Binden von Gegenspielern″.
In Sachen Kreativität waren insbesondere die Jüngeren gefordert. So sollten sie an einem Tag einen kleinen Sketch kreieren und einstudieren. Das Stück sollte Bezug zum Handball haben. Es sollte entweder witzig sein oder es sollte eine Aktion oder Situation im Handball dargestellt werden, die besonders respektvoll und fair oder im Gegenteil: besonders respektlos und unfair ist. Ähnlich herausfordernd die Kreativitätsaufgabe am nächsten Tag. Hier galt es, ein Trikot zu entwerfen. Beide Aufgaben gingen die Kids mit großer Begeisterung an und ließen ihrer Fantasie freien Lauf.
Als Trainer waren an allen fünf Tagen Susi, Henna, Jens und Jörg im Einsatz. Gunnar war mit Jens drei Tage in der Berliner Halle, Kerstin ergänzte das Trainerteam am Mittwoch und Robin am Donnerstag.
Madlen, Nancy und Vanessa kümmerten sich fünf Tage um das leibliche Wohl der Kids. Täglich ab 8.30 Uhr bereiteten sie für einige der jungen Handballerinnen und Handballer, die zu Hause aus unterschiedlichen Gründen nicht frühstücken konnten, ein schmackhaftes Frühstück vor. Mittags waren sie für die Ausgabe des Essens zuständig, besorgten anschließend den Abwasch und hielten nachmittags für hungrige Mäuler, Obst und kleine Erfrischungen bereit. Und: Soweit hier und da mal ein Pflaster gefragt war oder soweit die eine oder andere bzw. der eine oder andere Mal ein wenig Zuspruch und Aufmunterung benötigte, standen Madlen, Nancy und Vanessa natürlich auch dafür zur Verfügung.
Das Essen kam in bewährter Weise wiederum vom Landhaus Tesperhude. Frisch zubereitet und in großen Warmhalteboxen. Ein leckerer Nachtisch jeweils inclusive. Absoluter Renner war auch in diesem Jahr das Montagsgericht, Spaghetti mit Tomatensoße oder Sauce Bolognese.
Am Donnerstagvormittag war ein Besuch des Freibades angesagt und am Freitag – zum Abschluss des Camps – kam der Eismann.

Insgesamt: Eine rundum gelungene Veranstaltung. Lob gab es von vielen Eltern, Lob gab es von den Kindern und Jugendlichen. Fragte man diese danach, was am schönsten gewesen sei, waren die Antworten sehr vielfältig. Für manche und manchen war das Training in der Halle am schönsten, andere wiederum fanden die Beachhandballspiele am besten und wieder andere die Spiele beim Handballgolf. Und eine junge Handballerin, die der Verfasser dieser Zeilen befragte, stellte sogar das Essen obenan. Sicher ist aber: Alle dürften ihren Spaß gehabt und handballerisch etwas dazugelernt haben. Und: In Sachen Teambuilding und Zusammenhalt dürfte das Camp auch in die neue Saison ausstrahlen.
Was das anfangs geschilderte Kartenumdrehspiel betrifft, hatte die Karogruppe zuerst ihre acht Karten beisammen. Sie waren aber nicht die Gewinner. Denn: Im Jubel um die letzte Karte hatte die Karogruppe vergessen, das letzte Element dieses Wettkampfes umzusetzen. Nämlich: Sich auf den Boden zu setzen und die acht Karten offen hinzulegen. Sieger wurde deshalb (soweit ich mich erinnere) die Pikgruppe. (hws, Mitte Sept. 2025)



























































































Kommentare