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1. Herren: Auf Augenhöhe mit dem Spitzenteam

  • vor 16 Stunden
  • 4 Min. Lesezeit

Die 1. Herren unterliegt dem MTV Lübeck unglücklich mit 32:34


Am Ende waren es Kleinigkeiten, die den Ausschlag zugunsten der zweiten Mannschaft des MTV Lübeck gaben. Bei der 32:34-Niederlage (Halbzeit: 19:18 für unsere Erste) agierten die Spieler unserer 1. Herren am Samstagabend weitgehend auf Augenhöhe mit dem Spitzenteam der Staffel, das mit 22:2 Punkten erst eine Niederlage zu verzeichnen hat und in dieser Saison den überfälligen Aufstieg in die Verbandsliga perfekt machen dürfte. Das Spiel machte deutlich, welches Potential in unserer Truppe steckt. Mit ein wenig Glück oder einer anderen Entscheidung in der einen oder anderen Situation wäre die Niederlage vermeidbar gewesen.


Prunkstück der VfL-Mannschaft war die Abwehr, die sich mit viel Kampf und Einsatzbereitschaft den wuchtigen Angriffen der Lübecker entgegenstellte und insbesondere in der Abwehrmitte (Iven!) über 60 Minuten Schwerstarbeit leisten musste. Aber auch im Angriff konnten die Biberhandballer überzeugen, spielerisch waren sie sogar das bessere Team. Herausragend z.B. die drei schnell herausgespielten Treffer in den ersten 10 Minuten der zweiten Halbzeit, als nacheinander zweimal Jens und einmal Simon mit präzisen 10-Meter-Pässen von Tom (2x) und Kolja in Szene gesetzt wurden. Aber auch im Positionsspiel gefielen Tom, Tammo, Conni & Co.. Hier waren fast immer Ablaufhandlungen angesagt, die – nach richtigen Entscheidungen ‒ den Rückraum oder die Außen in aussichtsreiche Wurfpositionen brachten.


Dass am Ende die Lübecker die Nase vorn hatten, war entscheidend auf eine Schwächephase zwischen der 42. und 48. Minute zurückzuführen, in der das Biberteam drei Zweiminutenstrafen kassierte und zeitweise sogar in doppelter Unterzahl agieren musste. Zwar gelang im ersten Angriff nach der ersten Strafe noch das 26:24 für unseren VfL, als Conni von der linken Außenposition einnetzen konnte. In den folgenden fünf Angriffen blieben die Gunnar-Weber-Schützlinge aber ohne Torerfolg, während die Lübecker aus dem Zwei-Tore-Rückstand eine Drei-Tore-Führung zum 29:26 machten. Vier Geesthachter Würfe konnte der MTV-Keeper in dieser Phase parieren, darunter einen Siebenmeter. Im fünften Angriff ohne Geesthachter Torerfolg war die Lübecker Abwehr auf der Hut, als sie auf Halb einen weiten Pass von der entfernten Außenposition abfing.


Dennoch: In den letzten zwölf Minuten haben die Weber-Schützlinge dort weitergemacht, wo sie vor den Zeitstrafen aufgehört hatten. Durch gute Abwehrarbeit – einen Block, eine Balleroberung und eine Torwartparade von Till, der das Bibertor in der Schlussphase hütete ‒ kam das Biberteam bereits in der 55. Minute wieder auf einen Treffer an die Lübecker heran (29:30). Auch wenn dieser knappe Rückstand nach zwei erfolgreichen MTV-Angriffen postwendend verlorenging (29:32), blieben Tom, Tammo, Conni & Co. dran. Zu Hilfe kam ihnen dabei eine Zweiminutenstrafe gegen einen Lübecker Abwehrspieler, die bei 57:12 ausgesprochen wurde. Noch im gleichen Angriff markierte Conni mit einem typischen Conni-Tor das 31:33, als er auf der Außenposition ein Abspiel antäuschte, dann aber selbst ging. Und im nächsten Angriff legte Lasse mit einem fulminant vorgetragenen Tempogegenstoß zum 32:33 nach.



Da die Lübecker auch den folgenden Ballbesitz verspielten ‒ der Lübecker Kreisläufer setzte eine falsche Sperre – eröffnete sich den Biberhandballern 50 Sekunden vor dem Abpfiff (im Handball eine Ewigkeit) die Chance auf das verdiente Unentschieden. Aber: Auch wenn unsere Erste eigentlich alles richtig machte, den letzten Angriff ruhig und überlegt ausspielte, der Handballgott war an diesem Samstagabend nicht auf ihrer Seite. Irgendwie schien er den Schuh des Lübecker Torhüters so weit vergrößert zu haben, dass Conni (Wer auch sonst?), der die Verantwortung des abschließenden Wurfes übernahm, das einzige Mal an diesem Abend nicht daran vorbeikam. Tragisch, dass ausgerechnet Conni, der in Abwehr und Angriff eine überragende Partie abgeliefert und bereits mehrfach aus ähnlicher Position eingenetzt hatte, insofern zum Pechvogel des Abends avancierte. Und tragisch auch, dass die Lübecker noch einen Gegenangriff starten konnten, der ihnen gar noch den 34. Treffer bescherte.


Festzuhalten bleibt, dass das Endergebnis weder den Spielverlauf noch die Dramatik der letzten Spielminuten widerspiegelt. Schade, dass eine unglückliche Ansammlung von Zweiminutenstrafen und einige wenige Fehler zur unrechten Zeit einen Erfolg gegen das Spitzenteam der Liga verhindert haben.


Festzuhalten bleibt aber auch, dass die Mannschaft in den nächsten Begegnungen alles dransetzen muss, um die Leistung aus dem Lübeck-Spiel zu konservieren. Denn: Der Blick auf die aktuelle Tabelle der Kreisoberliga offenbart, dass sich die Biberhandballer mitten im Abstiegskampf befinden und dass sich die Situation dort für unsere Erste zuletzt deutlich verschlechtert hat. Zwar belegt die Weber-Sieben mit 9:17 Punkten noch den drittletzten Tabellenrang; der Vorletzte, Stockelsdorf 2, hat aber mittlerweile aufgeschlossen und verbucht nun ebenfalls neun Punkte auf seinem Habenkonto. Das Abstiegsgespenst ist also sehr konkret, zumal die Geesthachter Handballer in den verbleibenden neun Partien noch sechsmal auswärts antreten müssen. Da wird es Zeit, auch mal in fremder Halle doppelt zu punkten, denn bisher hat es auswärts nur zu einem Punkt in Groß Grönau gereicht. Am besten fangen Tom, Tammo, Conni & Co. damit schon am kommenden Wochenende an: Dann gilt es in Malente gegen das zweite Team der HSG Holsteinische Schweiz zu bestehen. Mit der Einstellung aus dem Lübeck-Spiel ist eine Überraschung in Malente jedenfalls nicht ausgeschlossen.


Die Torschützen: Conni Dürkop, Jens Klatt und Tammo Sinske je 6, Tom Jahrmärker 5, Kolja Pasternack 4, Simon Koglin 3 sowie Iven Kröppelin und Lasse Malaske je 1.

(hws, 20.2.2026)

 
 
 

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