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1. Herren – Trotz starkem A-Jugend-Bundesligaspieler

VfL gewinnt 27:25 gegen die Holsteinische Schweiz


Zwölf Treffer in zwei Spielen in der Schleswig-Holstein-Liga, 67 Tore in acht Spielen in der Regionsliga – mit Julian Euler kann die HSG Holsteinische Schweiz derzeit einen A-Jugendlichen (Jahrgang 2005) in der 1. und 2. Männermannschaft einsetzen, der in der laufenden Saison erfolgreich für den MTV Lübeck in der A-Jugend-Bundesliga gespielt hat. Seine Klasse stellte er am vergangenen Sonntag (28.4.) auch im letzten Heimspiel unseres 1. Herrenteams gegen die zweite Vertretung der HSG aus Eutin und Malente unter Beweis. Bereits nach 13 Minuten hatte er viermal nacheinander eingenetzt und damit vier der fünf gegnerischen Treffer bis zu diesem Zeitpunkt markiert. Zwar konnte unsere Erste bis dato gut dagegenhalten und durch zwei schön herausgespielte Treffer von Felix N. von der Linksaußenposition zwischenzeitlich sogar mit 5:4 und 6:5 in Führung gehen; es war aber klar, dass die Kreise von Julian Euler auf die Dauer mit einer 5:1-Deckung nicht in den Griff zu bekommen waren. Unser Trainerteam, Jannis und Torben, reagierte deshalb und beauftragte Conni mit der Manndeckung des gegnerischen A-Jugend-Bundesligaspielers. Eine Maßnahme, die sich als erfolgreich erweisen sollte. Denn: Weitere Tore des Handballtalents blieben fortan aus; erst in der 49. Minute konnte er sein fünftes Tor erzielen. Aber: Auch unser VfL-Team musste sich zunächst auf die Manndeckung einstellen, ergaben sich doch in der Deckung beim Spiel 5 gegen 5 größere Räume für die Angreifer. In den Minuten nach der Abwehrumstellung lagen daher die Gäste aus Eutin und Malente in Führung. Beim 7:9 und 8:10 aus Geesthachter Sicht (19./20. Minute) führten sie sogar mit zwei Treffern. Beim 11:11 in der 24. Minute – Tor wiederum durch Felix N., der am Sonntag einen Sahnetag erwischt hatte ‒ war unser VfL-Team wieder dran und zur Pause lag es knapp mit 13:12 in Front. Hatten beide Teams den mehr als 120 Zuschauern in der OHG-Halle schon in der ersten Hälfte eine Partie auf hohem Niveau geboten, sollte die Qualität in der zweiten Halbzeit nicht nur gehalten, sondern sogar noch getoppt und durch knisternde Spannung ergänzt werden. Im Gegensatz zur ersten Halbzeit lag jetzt aber durchweg unser VfL vorn, teilweise mit bis zu drei Toren Differenz. So beim 15:12 in der 32., beim 18:15 in der 39. und beim 19:16 in der 42. Minute. Da die Handballer aus dem Kreis Plön die letzte 3-Tore-Führung aber umgehend ausgleichen und auch beim 20:20 (49.) den Spielstand noch einmal egalisieren konnten, entwickelte sich eine äußerst spannende Schlussphase. Mehrere 2-Tore-Führungen der Biber-Handballer verkürzten die Gäste aus der Holsteinischen Schweiz jeweils umgehend auf einen Treffer. Der abermalige Ausgleich blieb ihnen jedoch verwehrt. Entscheidenden Anteil daran hatte Tammo, der sowohl im Angriff als auch in der Abwehr überzeugte: Mit zwei typischen Tammo-Toren markierte er das 23:21 und das 24:22. Zwar folgten auch hier umgehend die Anschlusstreffer zum 22:23 und zum 23:24. Der ultimative Versuch der HSG, mit einer offenen Manndeckung den Spielstand noch einmal zu drehen, misslang aber. Ein Durchbruch von Felix N., ein sicher verwandelter Siebenmeter von Conni sowie ein Treffer von Tom bescherten uns am Ende einen hart umkämpften 27:25-Erfolg. Vielleicht das beste Saisonspiel unserer Ersten. Auf jeden Fall eine sehr engagierte VfL-Vorstellung, mit Willen und Leidenschaft, spielerisch und kämpferisch überzeugend, und mit einem herausragenden Torhüter: Marek! Was der Junge im Geesthachter Kasten alles entschärfte, war ganz großes Kino. Er war in seinem letzten Heimspiel in 2024 – Marek verabschiedet sich für ein Jahr zu einem Work-And-Travel-Aufenthalt nach Neuseeland ‒ von Beginn an hellwach und steigerte sich von Minute zu Minute. U.a. entschärfte er zwei Siebenmeter und hielt in der Schlussphase mehrfach den knappen Vorsprung fest. Zu kritisieren gab es kaum etwas, außer, dass es nicht zu der spannenden Schlussphase hätte kommen müssen. Denn: Vorher hätte man bereits alles klar machen können. Nacheinander wurden jedoch einige Topchancen liegenlassen und auch ein Siebenmeter konnte nicht verwandelt werden. Und Julian Euler? Mit sieben Torerfolgen war er am Ende wieder der Toptorschütze seines Teams und der Begegnung. Mit sechs bzw. fünf Treffern standen ihm aber sowohl Felix N. als auch Tammo kaum nach. (hws, 2.5.2024)




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