wJA: Handball und Bluetooth-Boxen satt beim Elbemasters 2026
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Wenn A- und B-Jugendliche heutzutage zu einem größeren Handballturnier fahren, gehört eine Bluetooth-Partybox zwingend dazu. Und je größer diese ist und je mehr Leistung sie bringt, desto besser. Diesen Eindruck konnte gewinnen, wer über Pfingsten das dreitägige Elbemastersturnier in Winsen besuchte, an dem unsere weibliche A-Jugend teilnahm. Kaum eine Mannschaft war ohne entsprechenden Lautsprecher angereist, laute Mukke wurde in den Pausen in den Hallen gespielt, Musik, tiefe Bässe und hämmernder Sound waren ständig vor den Hallen und auf den Wegen zwischen den Hallen zu hören. Höhepunkt der Bluetooth-Mania sollen, so die Aussage von Carsten, dem Trainer unserer Bibermädchen, die Abende nach dem Abendessen auf dem Gelände der Winsener Schulen gewesen sein, in dem die teilnehmenden Teams einquartiert waren. Hier waren gefühlt 40 Bluetooth-Lautsprecher über Stunden zeitgleich im Einsatz.

Aber: Was der Jugend-Handballturnier-Verein Winsen e.V. (JHV Winsen e.V.) mit dem 23. Internationalen Jugendhandballturnier „Aquico Elbemasters“ auf die Beine gestellt hatte, war vom Feinsten. 65 Mannschaften der weiblichen und männlichen A-, B- und C-Jugend waren am Start. 61 Teams aus sieben Bundesländern von Schleswig-Holstein bis Baden-Württemberg und Thüringen sowie der litauische Verein ULA Varena mit vier Mannschaften. Ca. 800 Spielerinnen und Spieler, Trainer und Betreuer waren von Freitag 18.00 Uhr bis Pfingstmontag im Luhe Gymnasium und in der Integrierten Gesamtschule in Winsen-Roydorf untergebracht, wurden dort mit Frühstück und Abendessen versorgt und von dort mit einem Bus-Shuttle zu den Sporthallen am anderen Ende der Stadt gefahren. Mehr als 150 Helferinnen und Helfer aus der HG Winsen waren im Einsatz, um einen reibungslosen Ablauf des Riesenevents zu gewährleisten und den jungen Sportlern und Sportlerinnen einige unvergessliche Tage zu bereiten.
Handball gespielt wurde natürlich auch. Für unsere Bibermädchen war es eine doppelte Premiere: Zum einen war es der erste Auftritt im A-Jugend-Bereich, zum anderen nahm ein Geesthachter Team zum ersten Mal an den Elbemasters teil. In der A-Jugend-Konkurrenz traten zwölf Teams an, eingeteilt in drei Gruppen à vier Mannschaften. Im ersten Spiel am Sonnabendmorgen, Spielbeginn um 8.00 Uhr, wecken um 5.40 Uhr (!), mussten sich Greti, Greta, Zeren, Isabel & Co. in der Gruppe C mit der SG Iserlohn-Sümmern aus Nordrhein-Westfalen auseinandersetzen. Ein Spiel auf Augenhöhe, keine Mannschaft konnte sich in den 2x10 Minuten entscheidend absetzen. Das 8:8-Unentschieden war letztendlich gerecht, auch wenn mehr drin gewesen wäre, hätte man weniger Ballverluste gehabt.
Auf Augenhöhe agierten die Bibermädchen lange Zeit auch gegen die HSG Kremperheide/Münsterdorf 1. (Kremperheide war mit zwei Mannschaften vertreten) aus dem Kreis Steinburg in Schleswig-Holstein, obwohl die Steinburgerinnen ihnen körperlich deutlich überlegen waren. In der zweiten Hälfte ließ sich die Biberdeckung aber zu oft verladen, zu häufig hinterliefen die Gegnerinnen die Abwehrreihe. Endergebnis daher: 12:14 aus Geesthachter Sicht.
Dritter Vorrundengegner war die HSG Hungen/Lich aus dem Landkreis Gießen in Mittelhessen. Fanden die ersten beiden Spiele am Sonnabendvormittag statt, war diese Begegnung erst zur besten Mittagszeit am Pfingstsonntag angesetzt, mehr als 26 Stunden nach der zweiten Partie. Und: Hatte man am Samstag noch das Gefühl, die Hessinnen könne man schlagen, hatten sich die Vorzeichen am Sonntag gedreht. Die Handballerinnen aus dem Gießener Landkreis waren jetzt deutlich besser drauf, die Carsten-Mahnecke-Sieben dagegen deutlich schlechter. Kurz gesagt: Es setzte eine 8:14-Niederlage.
Als Tabellenvierter der Gruppe C trafen die Biberhandballerinnen in der Zwischenrunde nun auf den Zweiten der Gruppe A, die Gastgeberinnen von der HG Winsen. Und hier knüpften sie wieder an die gute Samstag-Form an, so dass die Zuschauer ein spannendes Spiel zweier gleichwertiger Teams zu sehen bekamen. Vom 4:4 bis zum 8:8 (16. Minute) legten jeweils die Mahnecke-Schützlinge vor und das Winsener Team glich stets aus. Nach zwei erfolglosen VfL-Angriffen in der Schlussphase (Fußfehler und Fehlwurf) gingen die Winsenerinnen dann jedoch mit 9:8 in Führung und bauten diese anschließend auf zwei Treffer aus. Dieser Vorsprung war in der verbleibenden Zeit nicht mehr wettzumachen. Endergebnis deshalb: 11:9 für die HG.
Obwohl die Bibermädchen nur ein Unentschieden in vier Partien erreichen konnten, haben sie in Winsen in einem sehr gut besetzten Turnier eine gute Leistung gezeigt und den Geesthachter Handball würdig vertreten. Sie mussten sich nicht nur gegen durchweg ältere Gegner behaupten ‒ das A-Jugend-Turnier war für Spielerinnen der Jahrgänge 2007 bis 2009 ausgeschrieben, Greti, Greta, Zeren & Co. gehören jedoch ausschließlich dem Jahrgang 2009 an ‒ sondern sie erwischten offenbar auch die schwerste Vorrundengruppe. Denn: Zwei der drei Vorrundengegner, nämlich die SG Iserlohn-Sümmern und die HSG Kremperheide/Münsterdorf 1., schafften es immerhin bis ins Halbfinale des Turniers und standen sich am Pfingstmontag im Spiel um Platz 3 nochmals gegenüber.
Auch sonst war das Turnier eine gute Erfahrung. Einmal über den schleswig-holsteinischen Tellerrand zu schauen und sich mit unbekannten Mannschaften aus anderen Bundesländern zu vergleichen, hatte schon etwas Besonderes. Ebenso inspirierend und positiv für das Teambuilding dürfte es auch gewesen sein, drei Tage und Nächte mit den Mitspielerinnen zu verbringen, gemeinsam zu essen, in einem Raum zu schlafen, gemeinsam durch die Hallen zu schlendern, Kontakte zu knüpfen, gemeinsam die Abende zu gestalten und vor allem: drei Tage gemeinsam Spaß zu haben.
Wetten, dass die Mannschaft auch 2027 am 24. Elbemasters teilnehmen wird? Mit einiger Sicherheit dürfte dann auch eine größere Bluetooth-Box dabei sein als die bescheidene kleine, die die Mädchen in diesem Jahr dabeihatten. (hws, 27.5.2026)






















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