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wJA: Über Geburtstags- und Weihnachtsgeschenke

Unsere wJA unterliegt Boizenburg mit 25:30 (Halbzeit 14:18)


Es wäre das ultimative Geburtstagsgeschenk gewesen. Für Lars, den Trainer unserer weiblichen A-Jugend. 25 Jahre ist er am vergangenen Sonntag (3.12.) jung geworden. Ein liebevoll dekoriertes Mannschaftsfoto und einige Schokoladennaschereien hatte das Team ihm als Geschenk überreicht. Und ein Geburtstagsständchen in der Halle gesungen. Aber das ultimative Geschenk, den ersten Sieg bzw. die ersten Punkte in dieser Saison, konnten unsere VfL-Mädchen um Avin, Alina, Miri & Co. ihrem Trainer nicht überreichen. Dafür agierten unsere VfLerinnen an diesem Adventssonntag zu fehlerhaft und zu wenig beweglich und dafür waren die Gegnerinnen, die Mädels vom Boizenburger Handballverein, an diesem Spieltag dann doch etwas zu stark. Am Ende stand eine 25:30-Niederlage zu Buche; bereits zur Halbzeit hatte unsere A-Jugend mit 14:18 zurückgelegen.


Dass unsere A-Jugend-Mädchen in der aktuellen Saison keinen leichten Stand haben würden, war allen Beteiligten vor Beginn der Punktrunde bewusst. Denn: Die Mannschaft setzt sich je zur Hälfte aus Spielerinnen des jüngeren A-Jugend-Jahrgangs und aus B-Jugendlichen zusammen. Ein Teil der Spielerinnen hat zudem erst vor einigen Monaten mit dem Handballspielen angefangen, so dass es teilweise auch an den Basics mangelt. Dass ein derart „zusammengewürfeltes“ Team Schwierigkeiten hat, mit den etablierten Mannschaften in der Staffel mitzuhalten, liegt auf der Hand. Entsprechend setzte es in den Begegnungen gegen die drei führenden Vereine der Staffel auch hohe Niederlagen. In den beiden Auswärtspartien gegen den TSV Groß Grönau und gegen die HSG Kalkberg waren unsere VfL-Mädels aber dran: In Grönau verlor man unglücklich mit 28:29 und in Kalkberg war man beim 23:26 auf Augenhöhe mit den Gegnerinnen. Dennoch: Vor dem Boizenburg-Spiel waren fünf Niederlagen in fünf Spielen zu verzeichnen, mit einem Punktestand von 0:10 und einem Torverhältnis von 103:169.

Nicht viel anders sah die Bilanz der Boizenburgerinnen vor dem Sonntagsspiel aus. Auch sie hatten bis dato fünfmal verloren, auch sie hatten gegen die Spitzenteams empfindliche Niederlagen einstecken müssen. Aber im Gegensatz zu den Unsrigen hatten sie bereits einmal gewonnen. Ein knapper 25:24-Heimerfolg gegen Groß Grönau bescherte ihnen die ersten zwei Punkte auf der Habenseite.

Alles in allem war der Traum unserer Mädchen, im zweiten Saisonheimspiel den ersten doppelten Punkterfolg einheimsen und zugleich ihrem Trainer damit ein Geburtstagsgeschenk machen zu können, das nicht zu toppen gewesen wäre, nicht unrealistisch. Und in der Anfangsphase des Spiels schienen Avin, Alina, Miri & Co. diesen Traum auch verwirklichen zu können. Denn: Bis in die 9. Minute führte unser VfL-Team nach Toren der genannten Drei mit 4:3 und 5:4. Danach gelang den Boizenburgerinnen aber ein 5:0-Lauf, so dass diese zur Mitte der ersten Halbzeit mit 9:5 in Führung lagen. Zwar konnten unsere VfL-Mädchen den Rückstand zwischenzeitlich bis auf ein Tor verkürzen (12:13 und 13:14), zur Halbzeit war der Rückstand dann aber wieder auf vier und bis zur 49. Minute auf gar auf acht Treffer Differenz (20:28) angewachsen. Ein Geesthachter 5:0-Lauf in der Schlussphase ließ kurzfristig noch einmal ein wenig Hoffnung aufkeimen; letztendlich war der Boizenburger Sieg am Ende aber ungefährdet.


„Schade, wir konnten heute leider nicht an die Leistungen aus den letzten beiden Spielen gegen Groß-Grönau- und Kalkberg anknüpfen,“ zog Geburtstagskind Lars nach dem Schlusspfiff ein leicht enttäuschtes Fazit. Und tatsächlich: Allzu oft gab es einfache Ballverluste, allzu oft agierten die Geesthachter Mädchen zu statisch, allzu oft standen sie zu dicht auf der Deckung, allzu oft konnten die Boizenburgerinnen Passwege erahnen, Bälle stibitzen und zu Tempogegenstößen ansetzen.


Wie aber die Lars- und Natascha-Schützlinge gegen die grundsätzlichen Defizite ankämpften, allen voran ist hier die körperliche Unterlegenheit zu nennen, verdient Respekt und Anerkennung. Vor allem Avin auf der Rechtsaußenposition schonte sich nicht, setzte sich immer wieder im Eins-gegen-Eins gegen eine, oftmals gegen zwei und manchmal sogar gegen drei Gegenspielerinnen durch und erzielte allein 12 Treffer aus dem Feld. Da sie zudem sechs Siebenmeter verwandelte, war sie mit insgesamt 18 Toren die überragende Spielerin auf Geesthachter Seite. Zum Schluss war aber auch ihr der Kräfte- und Konzentrationsverschleiss deutlich anzumerken.


Mein Fazit: Eine sympathische Truppe, die trotz aller Niederlagen Spaß am Handballspielen, Spaß an der Gemeinschaft hat und die sich in vielfältiger Form in das Vereinsleben einbringt. So trainiert und betreut Avin eine E-Jugendmannschaft und Greta engagiert sich bei den Minis. Beide sind auch oft am Kampfrichtertisch anzutreffen. Die Chemie innerhalb des Teams und die Chemie zwischen der Mannschaft und dem Trainerteam stimmen, die Trainingsbeteiligung ist gut. Über kurz oder lang wird sich das auch in positiven Ergebnissen niederschlagen, schließlich gibt es noch eine Rückserie und neben Groß Grönau, Kalkberg und Boizenburg noch weitere Staffelkonkurrenten auf Augenhöhe. Freunde unserer weiblichen A-Jugend sollten sich deshalb schon mal Sonntag, den 17. Dezember, vormerken, wenn die A-Mädchen um 13.00 Uhr in der OHG-Hölle (kein Schreibfehler!) gegen die HSG Beste Trave antreten dürfen. Die nächste (realistische) Gelegenheit, um den ersten doppelten Punktgewinn einzufahren. Es wäre dann allerdings kein ultimatives Geburtstags-, sondern ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk. Lars dürfte es aber egal sein. (hws, 4.12.2023, geschrieben für die Homepage)




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