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1. Damen - Zum Saisonabschluss: Eine volle Auswechselbank

Mit einem standesgemäßen Sieg verabschiedete sich die Handball-Damenmannschaft des VfL Geesthacht in die verdiente Sommerpause: Im letzten Heimspiel der Saison 2022/23 gewannen die Geesthachterinnen gegen den MTV Ahrensbök deutlich mit 45:23 (Halbzeit 25:9). Besonders in den ersten 30 Minuten begeisterten die VfL-Frauen mit vielen langen Bällen, Tempogegenstößen und viel Bewegung im Angriff.


Das erfreulichste aus Geesthachter Sicht war aber die volle Auswechselbank. Denn: Erstmals in dieser Saison konnte Trainer Thomas Brodesser 14 Spielerinnen auf dem Spielberichtsbogen eintragen. Eine Situation, die es in den 20 Spielen vorher nie gegeben hatte. Mit Celina Franke und Miriam Siemensen gehörten zwei A-Jugendliche zum Kader und mit Nanni Wiebracht feierte eine glückliche Mutter ihr Comeback, die wegen ihrer Schwangerschaft seit dem 3. Spieltag pausieren musste. Auch wenn es für einen Einsatz in Angriff und Abwehr noch zu früh war: Nanni konnte zwei Siebenmeter sicher verwandeln und erhöhte ihre Torausbeute immerhin noch auf 25 Saisontreffer.


Angesichts der Personalengpässe, mit denen das Brodesser-Team in der Saison zu kämpfen hatte, ist der erreichte zweite Platz und der Aufstieg in die Landesliga nicht als Selbstverständlichkeit zu betrachten. Ein von Beginn an relativ kleiner Kader, zwei Schwanger-schaften und eine Reihe von Verletzungen stellten die Mannschaft immer wieder vor besondere Herausforderungen. Wiederholt musste das Team mit nur sechs oder sieben Feldspielerinnen antreten und in zwei Spielen musste gar Torhüterin Kerstin Krah phasenweise im Feld aushelfen. Mit enormer Disziplin, großem Teamspirit und unbändigem Willen wurden aber alle Herausforderungen gemeistert.


Schade ist allerdings, dass die Verletzungsmisere den VfL-Frauen die verdiente Meisterschaft gekostet hat. Denn: Ausgerechnet als das Hinspiel gegen die HSG 404, einer Spielgemeinschaft aus Schwarzenbek und Trittau, dem ärgsten Rivalen um die Meisterschaft, anstand, war das VfL-Team verletzungsbedingt nicht spielfähig. Und da die HSG einer Verlegung nicht zustimmte, wurde das Spiel als kampflos verloren gewertet. Zwar konnten die Geesthachterinnen durch einen 25:18-Erfolg im Rückspiel andeuten, wer der wahre Meister ist; die zwei Minuspunkte aus dem kampflos verlorenen Hinspiel sowie ein Punktverlust aus einem Unentschieden in Malente eine Woche später verhinderten jedoch den Sprung auf den ersten Platz. Gleichwohl: Den beiden Lokalderbys in der nächsten Saison in der Landesliga dürften schon jetzt beide Mannschaften entgegenfiebern. Gilt es dann doch in diesen Spielen zu ermitteln, wer der Bessere von beiden ist. Den VfL-Damen ist für diese Vergleiche ein verletzungsfreier Kader und eine volle Auswechselbank zu wünschen. (hws, 23.5.2023)





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